Grüne: Eibelstadt soll klimafreundlich sein

Am Sonntag, den 02.02., luden die Eibelstadter GRÜNEN die Bürger zum politischen Frühschoppen und stellten ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl vor.

Im historischen Rathaussaal begrüßten die Ortsvorstände Petra Schliermann und Jürgen Stroehl zusammen mit den weiteren 14 StadtratskandidatInnen rund 50 Gäste.

Die stellvertretende Landrätin Karen Heußner lobte das Engagement der Grünen, das sich schon beim gelungenen Herbstfest am Natursee gezeigt habe und wünschte viel Erfolg bei der Wahl.

Stadtrat Christoph Trautner, der aus Altersgründen nicht mehr kandidiert, stellte die sechs Kandidatinnen und zehn Kandidaten vor. Dies sei die Stadtratsliste mit den meisten Kandidatinnen hier im Ort, sagte er stolz.

Die Stadträtin und Listenerste Dr. Katharina Brandl wünschte sich für die Zukunft grüne Ideen und eine konstruktive Zusammenarbeit im Stadtrat. Die GRÜNEN wollen sich für eine nachhaltige und ressourcenschonende Stadtentwicklung einsetzen.

Als Gastredner eingeladen hatte der Eibelstadter Ortsverband den ehemaligen Bundestagsabgeordneten und Präsidenten der Energy Watch Group, Hans-Josef Fell. Dieser stellte anhand von wissenschaftlichen Grafiken und eindrucksvollen Bildern die erschreckenden Auswirkungen der Klimaerwärmung der Erde dar.

Seit der Industrialisierung sei diese um durchschnittlich 1,8 Grad gestiegen, habe aber jetzt schon gravierende Folgen: Gletscher schmelzen schneller, Meere erwärmen sich, Hurrikans, Dürre- und Flutkatastrophen nehmen weltweit zu und verheerende Brände zerstören riesige Flächen wie derzeit in Australien.

Auch die wirtschaftlichen Schäden gingen jetzt schon in die Milliarden. Es sei dringend an der Zeit, energisch und konsequent zu handeln, aber die Bundesregierung und die Industrie hätten das noch nicht erkannt.

Fells Vorschläge sind weltweites Aufforsten, Kohle- und Gaskraftwerke zügig durch erneuerbare Energien zu ersetzen und die Verkehrswende jetzt anzupacken. Auch in Eibelstadt gebe es noch Möglichkeiten, wie beispielsweise die vielen freien Dächer, die Energie liefern könnten.

Weiter forderte er, dass jeder Einzelne sein Konsumverhalten kritisch hinterfragen müsse, nur dann ändere sich insgesamt genug. Viele Staaten und Städte hätten erklärt, bis 2025 energieautark zu werden, dies sei der zukünftige Weg, auch für Eibelstadt.

Als musikalische Überraschung spielte die rein aus Kandidaten neu gegründete Band „Grünschnäbel“: Jochen Rothermel mit Gesang und Gitarre, Joachim Zürn an der Gitarre, Oliver Heim am Bass, Christian Schliermann am Klavier und Jürgen Stroehl am Cajon erhielten begeisterten Applaus.

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